10. Elektro und Smarthome

Eines meiner Lieblingsthemen am ganzen Haus 🙂

Wie schon geschrieben, war das Thema „Energieeffizienz mit Smarthome gesteuert“ eines der K.O.-Kriterien beim Hausbau. Ich denke, dass das Thema noch in den Kinderschuhen steckt. Die meisten Bauherren verschwenden aus Unkenntnis über die  Möglichkeiten keine Zeit, sich damit zu beschäftigen. Für viele ist es viel zu kompliziert, zu technisch und vielleicht auch zu preisintensiv.

Selbst die meisten Hausbau-Firmen können oder wollen sich damit nicht beschäftigen. Umso mehr hat es mich gefreut, dass sich Streif sehr wohl schon einige Gedanken dazu gemacht hat und sich mit Busch Jäger einen Partner ins Haus geholt hat, der über langjährige Erfahrungen im Elektro- und Smarthome-Bereich verfügt.

Unser zugeteilter Elektriker von Streif war die Firma Stelldinger aus der Nähe von Berlin. Gerade der Junior der Firma war selbst begeisterter Smarthome-Nutzer und so waren wir von Anfang an auf derselben Wellenlänge.

Meine Wünsche waren, dass alle Lampen innen und außen, alle Jalousien, die Heizung, einige Steckdosen, das Einfahrts- und Garagentor und die Video-Gegensprechanlage über ein System laufen, dass ich sowohl vor Ort als auch von jedem Punkt dieser Welt steuern und bedienen kann. Ganz wichtig war mir auch, dass das System von mir selbst ausgebaut und über eine intuitive Benutzeroberfläche konfiguriert werden kann. Es gibt viele Systeme auf dem Markt, die nur von eigenen Experten für entsprechendes Kleingeld eingestellt werden können. Da das System mit uns „lebt“, gibt es immer mal wieder neue Ansprüche, die ich so ohne zusätzliche Technikerkosten umsetzen kann. Ach ja, den WAF (Woman Acceptance Faktor) musste es natürlich auch noch erfüllen. 🙂

Mit dem free@home von Busch Jäger konnten wir unsere Wünsche alle umsetzen und sind noch lange nicht an die Grenzen des Systems gekommen. Einige automatische Aktionen, wie die Schaltung der Außenbeleuchtung, die temperaturgesteuerte Beschattung durch die Jalousien, das Ausschalten aller nicht benötigten Verbraucher konnte ich bereits erfolgreich umsetzen. Lichtszenen oder Dimm-Funktionen in Verbindung mit Abdunkeln der Räume zum Heimkino-Erlebnis sind vielleicht Spielereien. Aber wenn man sie hat, machen sie wirklich Spaß. Auch die Sprachsteuerung über das Smartphone funktioniert ganz hervorragend. So können wir aus dem Bett zum Beispiel alle Jalousien runter oder hoch fahren und mit dem Befehl „alles aus“ sicher gehen, dass keine Lampe mehr an ist.

Firma Stelldinger hatte auch noch die eine oder andere gute Idee mitgebracht, so dass wir jetzt bei Dunkelheit im Erdgeschoss und Obergeschoss von Präsenzmeldern erkannt werden, die die zugeordneten Lampen schalten. Gerade für unser Kind, wenn es nachts wach wird und zu uns ins Schlafzimmer möchte, ist dies eine super Erfindung.  Auch der nächtliche Gang zum Gäste-WC ist so ohne nötige Schalterbetätigung ohne Probleme möglich.

Im weiteren Ausbau wird jeder Klingeldruck an der Pforte mit Bild zum Smartphone weitergeleitet, so dass wir immer und überall wissen, wer uns gewollt oder vielleicht auch ungewollt sprechen will.

 

Jetzt ist unser Busch Welcome System installiert und es funktioniert perfekt. Egal wo wir uns befinden, jede Klingelbetätigung wird auf die Smarthome Panels im Haus und auf unser Smartphone weitergeleitet und ich kann von überall aus mit dem Besucher sprechen und Ihm ggf. die Pforte öffnen. Das hat allerdings gleich für etwas Verwirrung beim Post-Boten gesorgt, als ich ihm über die Wechselsprechanlage aus Frankfurt mitgeteilt habe, dass niemand zu Hause sei und er meinte „aber ich spreche doch gerade mit Ihnen“ 🙂

 

Als Lampen haben wir im ganzen Haus schwenkbare kardanische LED-Einbau-Spots verbaut, die eine wirklich schöne Optik haben und sich an vielen Stellen über das Smarthome dimmen lassen.

Die Lampen haben wir alle online bei Amazon bestellt und ich konnte sie selber problemlos anschließen.

 

Passend zum Thema Elektro möchte ich hier auch noch unsere Photovoltaik-Anlage mit einer Leistung von 4,3 KWh/p erwähnen. Hier haben wir uns für Module und den Akku MyReserve von Solarwatt entschieden. So können wir den gewonnenen Strom zuerst selber nutzen und erst wenn der Akku voll ist, speisen wir den zusätzlichen Strom ein. So haben wir rechnerisch ein autarkes Haus und wir haben bisher einiges mehr an Strom eingespeist als selber verbraucht. Die Beratung und die Installation hat in unserem Fall die Firma WEP aus Menz bei Magdeburg vorgenommen. Über einen Online-Zugang können wir jederzeit in Echtzeit sehen, wie viel Strom wir gerade erzeugen, verbrauchen, speichern und einspeisen.

 

Da wir in den letzten Jahren mehrfach unerwünschten Besuch in unseren Stores und auch in der privaten Wohnung hatten, habe ich im Haus natürlich auch entsprechende Vorkehrungen zur Gefahrenabwehr getroffen. Das gesamte Grundstück und Haus wird von Kameras überwacht. Die Bilder werden permanent aufgezeichnet und die Alarmanlage mit sehr vielen Meldern ist beim Wachdienst aufgeschaltet. Aus verständlichen Gründen werde ich nicht näher auf die Einzelheiten eingehen. Nur so viel: Die letzten Einbrecher konnten gefasst und bestraft werden. Einbruch lohnt sich also nicht!