7. Die Tiefenbohrung

 

Unsere Idee war, ein Energie Plus Haus zu bauen. Dies hätte man auch mit der Luft-Luft-Wärmepumpe von Proxon, die bei Streif Standard ist, erreicht. Aber meine Frau wollte auf jeden Fall eine Fußbodenheizung für warme Füße haben. Da haben wir uns letztlich für eine Wärmepumpenheizung mit Erdwärme für unser neues Streif Haus entschieden und es mussten entsprechende Tiefenbohrungen vorgenommen werden. Es sollten 3 Löcher a 70 Meter tief gebohrt werden. Dazu engagierten wir eine Firma aus der Nähe von Berlin, sie kam mit einem großen Kettenfahrzeug mit aufmontierten Bohrhammer. Geplant waren 3 Tage zum Bohren und ein Tag, um die Leitungen zu verlegen. Daraus wurden dann allerdings 11 Tage und ein größerer Verschleiß an Meißel. Beim Bohren war nach den ersten 10 Metern klar, dass es sich um extrem felsiges Gestein in unserem Boden handelt und so mussten wir teilweise 1 Stunde für einen Meter bohren. Die Kollegen sind dann noch zu einem Fachhändler gefahren, um Spezialmeißel zu organisieren, aber viel schneller wurde es dann auch nicht.

Leider hatte uns niemand vorher mitgeteilt, dass beim Bohren mehrere Kubikmeter Bohrschlamm entstehen. Nachdem alle drei Löcher im Boden waren, hatten wir jede Menge Dreck auf unserem Grundstück, der separat von Firma Geistlinger entsorgt werden musste.

Rechtzeitig bevor das Haus kam, war alles erledigt und die Leitungen wurden durch Leerrohre in die Bodenplatte zum späteren Hauswirtschaftsraum geführt.