8. Der Hausaufbau

Endlich, am 9.2.2016 kam das Haus. Einen Tag zuvor wurde der Kran platziert und eine Straße weiter entdeckten wir die Sattelschlepper mit unserem Haus. Es konnte also nichts mehr durch Staus auf der Autobahn oder dergleichen schief gehen. Nur sah der Wetterbericht nicht besonders gut aus. Es sollte Regen geben. Nach kurzer Rücksprache mit unserem Bauleiter Herr Brückner wurde uns aber versichert, dass Regen kein Problem darstellt. Nur wenn es zu windig werden sollte, würde der Aufbau verschoben werden.

Der Vortag wurde noch genutzt, um Schutzfolien und Sicherungsanker für die Wände auf der Bodenplatte anzubringen.

Pünktlich 7 Uhr morgens ging es dann los. Die erste Wand hing am Kran. Es war erstaunlich, wie routiniert die Jungs vom Montageteam mit den schweren Wänden hantierten und eine Wand nach der anderen vom LKW auf die Bodenplatte montierten. Bis Mittag stand bereits das Erdgeschoss. Jetzt hatte man und vor allem meine Frau erste Vorstellungen von der eigentlichen Hausgröße.

Leider fing es dann an, leicht zu regnen. Ich machte mir kurz Sorgen, ob dies nicht bedenklich für die offenen Holzteile wäre. Herr Brückner nahm uns aber alle Ängste und versicherte uns, dass das spezielle Holz keinerlei Feuchtigkeit aufnimmt. Heute, nach einer Werksbesichtigung in Weinsheim, wissen wir, dass das verwendete Holz sogar eine Woche im Wasser liegen kann, ohne das Wasser in das Holz einzieht.

Nachdem das Erdgeschoss stand und bevor die Decke aufgelegt wurde, wurde die Treppe montiert. Dann kamen diverse Paletten mit Dämmstoffen und speziellen Trockenbauwänden, die mit dem Kran in das Wohnzimmer gehoben wurden. Danach kam die Decke drauf und unser Erdgeschoss hatte sein Form angenommen. Wir hatten uns bei der Bemusterung für die Geschoßerhöhung auf 270 cm entschieden und diese Höhe machte die Räume nun merklich größer.

Zum Glück hatte es auch wieder aufgehört zu regnen. Die Monteure deckten trotzdem zur Sicherheit das Erdgeschoss mit Folien ab, damit kein Wasser bei aufkommenden Regen in das Erdgeschoss gelangen konnte. Dann war der erste Aufbautag auch schon vorbei.

Am nächsten Tag wurden das Obergeschoss und der Dachstuhl aufgebaut. Am Nachmittag konnten wir bereits unser neues Haus begehen. Wir waren begeistert!

 

Parallel zu den Wänden wurde das Gerüst mit aufgebaut, das von den nachfolgenden Gewerken für die Außenarbeiten genutzt wurde.

Am Abend standen wir mit ein paar Freunden im neuen Haus und haben darauf angestoßen. Ein Richtfest als solches gibt es bei Fertighäusern zwar nicht, aber ein sogenanntes Rohbaufest kann mit einem kleinen Zuschuss von Streif organisiert werden.

Voller Stolz über die ersten umgesetzten Pläne sind wir in unsere Wohnung gefahren und waren gespannt, wie es die nächsten Tage und Wochen weitergehen würde.

 

Wer Interesse hat, sich einen Hausaufbau von Streif in Zeitraffer anzuschauen kann den nachfolgenden Film gucken: