13. Die Außenanlagen

 

Ein von den meisten Bauherren völlig unterschätzter Bauabschnitt. Viele Verkäufer von Hausbaufirmen wollen lediglich ihr Haus verkaufen. Der finanzielle Aufwand für die Außenanlagen wird gerne klein geredet, um die Finanzierung für das Haus nicht zu gefährden. Hier werden dann Beträge von 5000 – 10.000 € angesetzt, was in unseren Augen eindeutig zu wenig ist. Gerade in Neubaugebieten ist dann zu beobachten, dass Eigenheimbesitzer die nächsten Jahre über Paletten zu ihrem Haus gelangen, weil kein Geld mehr für eine Auffahrt übrig war. Wenn man selber keine Möglichkeiten hat, in Eigenleistung diese Arbeiten auszuführen, sollten eher 25.000 € angesetzt werden.

Wie schon beim Thema Tiefbau angerissen, hatte Herr Selonke von LS Bau während der Arbeiten für die Bodenplatte schon einige gute Ideen zur Gestaltung der Außenanlagen geäußert. So bekam seine Firma von uns den Auftrag für die Terrasse, die Einfahrt, die Wege um das Haus, den Pool-Bau und die Verlegung des Rollrasens. Den Pool-Bau beschreiben wir in einem separaten Abschnitt. Wir wollten einen leicht zu pflegenden Garten mit möglichst viel Rasenfläche haben. Der Rasen sollte später automatisch bewässert und von einem Mähroboter bearbeitet werden, damit wir so wenig wie möglich Aufwand haben. Gesagt – getan.

Wir haben relativ früh, parallel zum Hausbau, mit den nötigen Arbeiten begonnen. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir ein Stück Haus auf einem Stück Acker. Gerade wieder für meine Frau war es unvorstellbar, wie wir daraus ein ansehnliches Grundstück machen können. Hier mal ein Bild dazu:

Da das Haus anfangs noch eingerüstet war, konnte direkt um das Haus herum nicht viel gemacht werden. So hat LS Bau mit dem Aushub für den Pool begonnen. Das Team, das von Streif zum Verputzen kam, war mit 4 Mann innerhalb von drei Tagen mit dem kompletten Haus durch und das Gerüst konnte entfernt werden. Jetzt konnte es mit der Bodenplatte für die Garage und dem Anschluss der Medien (Wasser, Strom, Internet) weitergehen.

 

Danach konnte mit dem Anlegen der Terrasse begonnen werden. Wir hatten uns eine super schöne Fliese in heller Optik mit den Maßen 120 x 60 cm bei den Fliesenmachern in Schönebeck ausgesucht. Wer aus der Nähe ist und etwas Ausgefallenes an Fliesen sucht, ist bei den Fliesenmachern an der richtigen Adresse. So sehr wir uns über diese tolle Fliese gefreut haben, so sehr hat sie unser Tiefbauer verflucht. Sie war so schwer, dass sie nur zweit angehoben werden konnte und ist so hart, dass Spezialscheiben zum Schneiden der Platten besorgt werden mussten. Aber es hat sich gelohnt. Seht unten selbst. Da einiges an Unterbau für die Terrasse aufgeschüttet wurde, hatte Herr Selonke die Idee, den Absatz zum Grundstück mit zwei Stufen in Anthrazit, passend zum Haus, über die ganze Breite der Terrasse auszugleichen. Den Pool haben wir dann mit der gleichen Fliese umranden lassen.

Unser monochromes Ambiente wollten wir auch bei der Einfahrt und für die Wege um das Haus fortsetzen. Dafür suchten wir uns das Pflaster Execk von Ehl aus, das uns sehr gut gefiel. Zur Freude von LS Bau ließ es sich auch leichter verlegen als unsere Terrassenfliesen.

Nach und nach nahm alles seine Form an. Uns fehlten jetzt nur noch ca. 300 Tonnen neuer Mutterboden, um den Rollrasen verlegen zu können. Hier konnte uns wieder Firma Geistlinger helfen. Einen ganzen Tag lang haben sie uns einen LKW nach dem anderen mit frisch gesiebter Erde geschickt. Die wurde dann verteilt und als Unterlage für den Rollrasen angelegt. Es war sehr schön anzusehen, wie auf unserem „Acker“ ein schöner Garten entstand. Zwei Tage später kam der Rollrasen von Hof Esser. Innerhalb von zwei Tagen hatten wir ein Grundstück mit 360 qm grünem Rasen. Auch wenn es nicht ganz billig war, würden wir es immer wieder so machen und können den Rasen von Hof Esser nur weiterempfehlen. Es geht sich jetzt wie auf einem dicken Teppich. Wir hätten wahrscheinlich Jahre gebraucht, wenn wir selber gesät hätten, um diese Qualität hinzubekommen.

Wir wollten den Sommer auf einem fertigen Grundstück verbringen und waren Anfang Mai mit dem verlegten Rasen wieder voll und ganz im Zeitplan.

Hier ein paar Impressionen zur Entstehung:

 

Uns war wichtig, ein komplett geschlossenes Grundstück zu haben. Es sollte insgesamt möglichst blickdicht sein. Dazu haben wir dann im August unsere Tor – Einfahrt bekommen. Über Herrn Selonke kam der Kontakt zur Metallbau – Firma Pils und Tänzer.
Wir hatten noch eine Öffnung von 9 Metern auf unsere Einfahrt zu überbrücken. Links musste das Tor für die Auto – Einfahrt zur Garage hin und so ergab sich rechts für die Pforte als Eingang. Damit ist allerdings ein Schiebetor rausgefallen, da dieses nach rechts öffnen müsste und somit die Pforte versperren würde. Herr Tänzer hatte dazu sehr gute Ideen, wie wir das ganze mit einem Flügeltor und einem Sichtschutz über die gesamte Breite hinbekommen. Unseren monochromen Farbstil hat er ebenfalls gleich erkannt und hat uns die ganze Anlage in Anthrazit angeboten und gefertigt. Das Tor lässt sich natürlich über eine Fernbedienung aus dem Auto öffnen und Firma Pils und Tänzer hat unser Garagentor gleich mit gekoppelt, so dass wir mit einer Fernbedienung beide Tore bequem öffnen können.

Uns so sieht es aus: