Unsere Streif Haus Erfahrungen

An dieser Stelle möchten wir ein kleines Fazit über unser Streif Haus und unsere Erfahrungen mit dem Streif Kundendienst ziehen, nach dem wir jetzt im September 2019 über drei Jahre im Haus gelebt haben.

Als erstes möchten wir sagen, dass das Leben im Haus mit einem schönen Grundstück ein großes Stück mehr Lebensqualität bedeutet. Bei warmen Wetter auf der Terrasse zu frühstücken oder auch an schönen Sommerabenden mit Freunden draußen zu sitzen, ist ein Gefühl von Urlaub zu Hause.

Unsere Tochter liebt ihr Spielhaus und mit ihren Freunden gibt es viel frische Luft beim Spielen. Ab Ende Mai ist der Pool warm genug und spätestens dann bekommt das iPad keine Aufmerksamkeit mehr 🙂

 

Es gab und gibt aber doch einige Mängel am Haus, die zum Teil erst nach mehrmaliger Aufforderung bei Streif beseitigt wurden. Zum einen hatte sich gleich nach Einzug eine Deckenplatte im Wohnzimmer gelöst, wodurch ein Luft-Streifen am Übergang zur nächsten Platte zu sehen war. Hier kam der Kundendienst und hat die Platte neu befestigt. Nach dem Spachteln, Schleifen und Malern, war nichts mehr davon zu sehen. 

Zum anderen, und das war schon sehr ärgerlich und auch gefährlich, hatten sich die Regentropfleisten am Dachkasten rund um das Haus gelöst und die sehr scharfkantigen Metallleisten sind vom Dach gefallen. Offensichtlich wurde komplett vergessen, diese zu befestigen. Zum Glück war gerade niemand in der Nähe und das Auto stand auch nicht auf der Auffahrt. Hier mussten wir mehrfach an den Kundendienst herantreten. Nachdem es Streif selber nicht hinbekommen hat, jemand zu schicken, wurde dies durch einen hiesigen Dachdecker im Auftrag von Streif neu befestigt.

Im ersten Winter  ist auch gleich unsere Wärmepumpe ausgestiegen. Ein Kompressor musste getauscht werden. Der Kundendienst von Alpha Innotec konnte dies innerhalb von zwei Tagen erledigen. Zum Glück sitzt man aber nicht im kalten Haus, da auch ein Betrieb komplett über Strom möglich ist. Durch den Einsatz in der Garantiezeit blieb der Austausch konstenfrei.

Leider haben sich im Laufe der weiteren Zeit noch mehrere Platten und ganze Bauteile vom Haus gelöst und verschoben oder sind zumindest jetzt gut sichtbar an den Wänden. Es hieß zwar vorher, dass es Setzrisse geben wird, die auch zum Teil sehr breit gekommen sind, aber das sich jetzt die einzelnen Montagewände abzeichnen ist wirklich sehr unschön. Im Bereich unseres Erkers im Wohnzimmer sind sogar die Köpfe der großen Montageschrauben zu sehen, mit denen die Fertigteilwände verbunden werden. Letzteres werden wir noch weiter beobachten und dann dem Kundendienst melden.
Ich Außenbereich haben sich im Putz auch Spalten ergeben, in denen sich Regenwasser sammeln und bei Minusgraden gefrieren kann. Ein Zustand, der sicherlich auch nicht der angepriesenen Qualität entspricht.

Was uns aber wirklich stört und weswegen wir uns beim nächsten mal nicht für das Haus entscheiden würden, ist das Raumklima. Vorher noch als angenehm und positiv empfunden, hat es sich im Laufe der Zeit als Problem dargestellt. Es sind, ob Winter oder Sommer, immer nur zwischen 15 bis 25% Luftfeuchtigkeit im Haus. Jetzt könnte man denken, wunderbar niemals Schimmel, was auch richtig ist aber für uns Menschen und unsere Atemorgane ist so eine geringe Luftfeuchtigkeit gesundheitlich bedenklich. Man hat das Gefühl ständig zu trockene Luft einzuatmen, was dazu führt, dass wir immer trockene Augen haben und unsere Schleimhäute gereizt sind und das wiederum unserem Immunsystem schadet. Unsere Tochter ist mittlerweile in Behandlung beim HNO-Arzt, da ihre Nase  permanent zu ist.
Wir schalten die Umluftanlage, die eigentlich immer auf Stufe 2 laufen sollte, mittlerweile immer mal wieder komplett aus, um die Luftfeuchtigkeit etwas höher zu bekommen. Im Schlafzimmer haben wir zusätzlich einen Luftbefeuchter gestellt, damit wir während der Schlafenszeit nicht „austrocknen“. Hier sollten sich die Konstrukteure was einfallen lassen, wie man im Haus eine empfohlene 40-50%ige Luftfeuchtigkeit sicherstellen kann. 
Ein weiterer negativer Effekt der trockenen Luft ist, dass man eigentlich täglich das Haus aussaugen könnte. Nach dem Hausputz kann man fast zusehen, wie sich in kürzester Zeit wieder neue Wollmäuse breit machen. Das ist nicht weiter tragisch aber nervig.

Eine Sache gab es noch vor Baubeginn, die seitens Streif nicht fair kommuniziert wurden ist. Uns wurde zwar gesagt, dass alle vorbereitenden Tiefbaumaßnahmen von unserer Seite erledigt werden müssen aber das die Streifenfundamente für die Bodenplatte von einer von Streif beauftragten Tiefbaufirma erstellt werden und extra berechnet werden, wurde leider vergessen. So kam eine Rechnung über ca.4000€ von einer Firma aus Sachsen, die einmal nicht eingeplant waren und von unserem Tiefbauer für die Hälfte hätte gefertigt werden können, da sie schon vor Ort waren. Da es vorher auch kein Angebot über diese Baumaßnahme gab, hatten wir entsprechenden Redebedarf mit Streif. 

Unser Fazit zu Streif ist, dass schon versucht wird ein qualitativ hochwertiges Haus durch Markeneinbauten anzubieten aber in der finalen Ausführung jeder andere Fertighausanbieter das gleiche Haus aufstellen könnte. Bei unserem Preis von 356.000€  (ohne Grundstück, Böden- und Malerarbeiten, Garage und Außenanlagen), was mittlerweile sicherlich auch weiter gestiegen sein dürfte, ist eine Einschätzung des Preis-Leistungs-Verhältnisses jedem selbst überlassen. Zu den gerne unterschätzten Folgekosten beim Hausbau habe ich unter Streif-Haus-Preise noch ein paar Ausführungen hinterlassen.

Aber lest bitte selbst unser gesamtes Bautagebuch und die einzelnen Bauabschnitte von Anfang an!

Wir wünschen Euch viel Spaß und eine stressfreie Zeit bei Eurem Hausbau!